Wohnen für Ältere in Berlin

12. Dezember 2017

Vollständiger Marktbericht des Instituts Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen veröffentlicht

Herausforderungen an die Wohnungspolitik in Berlin

Der von der berlinovo in Auftrag gegebene Marktbericht zur Wohnungssituation für ältere Menschen in Berlin ist inzwischen auch in der Langfassung verfügbar. Sie finden diesen auf der Website der berlinovo sowie des Instituts Arbeit und Technik und der  InWIS Forschung Beratung.

www.berlinovo.de
www.iat.eu
www.inwis.de

Neben Hintergrundinformationen zum gesellschaftlichen Alter(n) und den demografischen Rahmenbedingungen des Segmentes in Berlin geht der Marktbericht dezidiert auf die unterschiedlichen Wohnformen für Ältere ein. Schwerpunkt des Berichts sind die Ergebnisse der Haushaltsbefragung von 800 Berlinerinnen und Berlinern inklusive einer Bedarfsschätzung in Verbindung mit den daraus resultierenden Empfehlungen für die Wohnungspolitik in Berlin.

Demnach stellen sich der Wohnungspolitik große Herausforderungen: Neben der Notwendigkeit, den ungebrochenen Zuzug nach Berlin durch eine überwiegend junge Bevölkerung zu bewältigen, besteht ein steigender Bedarf an seniorenfreundlichen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnungen. In näherer Zukunft steht dabei die Errichtung einer großen Zahl bezahlbarer, relativ kleiner, barrierearmer bzw. -reduzierter Wohnangebote im Bestand und im Neubau im Fokus. Viele ältere Menschen wohnen aus Mangel an bezahlbaren Alternativen in zu großen Wohnungen, die von anderen Zielgruppen dringend benötigt werden. Erst in zweiter Linie ist auch die Entwicklung einer Nachfrage nach alternativen gemeinschaftlichen Wohnmodellen absehbar.

Roland J. Stauber, Sprecher der Geschäftsführung der berlinovo: „Die Untersuchung des IAT hat uns den gewünschten Aufschluss über Art und Ausmaß des Bedarfs nach seniorengerechten Wohnangeboten geliefert. Die berlinovo wird bis zum Sommer 2018 entscheiden, in welchem Umfang sie in die Errichtung von weiteren seniorengerechten Wohnungen investieren wird. Dabei wird in jedem Fall das Ausnutzen von zeit- und kostensparenden Formen des seriellen Wohnungsbaus eine große Rolle spielen.“